19.09.2008 / Ausland / Seite 8

»Weltweit gibt es etwa 200 Solidaritätskomitees«

Die Kubaner kämpfen weiter um die Freilassung der fünf in den USA inhaftierten Landsleute. Ein Gespräch mit Elisabeth Palmeiro

Peter Wolter
Elisabeth Palmeiro ist mit Ramón Labañino verheiratet, einem der fünf Kubaner, die wegen ihres Antiterrorkampfes in den USA lebenslange Freiheitsstrafen verbüßen

Ihr Mann ist jetzt seit zehn Jahren in einem US-Gefängnis inhaftiert, weil er mit vier anderen Kubanern zusammen versucht hat, Terroranschläge gegen sein Land zu verhindern. Haben Sie ihn besuchen können?

Mir wurden bisher fünf Besuche bewilligt. Das letzte Mal habe ich ihn allerdings vor zweieinhalb Jahren gesehen. Die Ehefrauen von René Gonzáles und Gerardo Hernández sind schlechter dran, ihnen wurde die Einreiseerlaubnis achtmal verweigert.

Wie geht es ihm im Gefängnis?

Ramón wurde zu lebenslang plus 18 Jahre verurteilt. Man hat ihn in ein Hochsicherheitsgefängnis gebracht, in dem vorwiegend Schwerverbrecher einsitzen. Das ist sehr gefährlich für ihn, weil die sich in gewalttätigen Banden organisiert haben, die Mithäftlinge terrorisieren.

Gibt es Schikanen der Gefängnisleitung?

Ja n...


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