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09.09.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

»Solidarisierung von unten ermöglichen«

Auch deutsche Wobblies haben keinen hauptamtlichen Apparat, der bremst und reguliert. Ein Gespräch mit Lutz Getzschmann

Gitta Düperthal
Lutz Getzschmann ist Sekretär der Industrial Workers of the world (IWW) im deutschsprachigen Raum

Seit 2005 organisieren sich Arbeiterinnen und Arbeiter in den New Yorker Hafenstadtteilen Brooklyn und Queens, um gegen ihre extremen Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Viele arbeiten über 60 Stunden die Woche, weit unter Mindestlohn und ohne Kranken- und Sozialversicherung, einige von ihnen sind sogenannte Illegale, ohne Aufenthaltsstatus. Sie alle haben sich in der IWW (Industrial Workers of the world) organisiert. Was können wir hierzulande von ihnen lernen?

Die Wobblies betreiben keine Stellvertreterpolitik. Die Arbeiter sind nicht Objekt gewerkschaftlicher Organisierungsbemühungen, sondern organisieren sich selbst und planen ihre Aktionen eigenständig. Die IWW arbeitet eng verzahnt mit sozialen Bewegungen und Stadtteilzentren der Einwanderer in New York. Es gibt keine bezahlten Organisatoren, sondern eine breite Unterstützung sowohl durch Gewerkschafter al...

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