Der Schwarze Kanal
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09.09.2008 / Inland / Seite 4

Hessisches Ende

Nach dem Führungswechsel in der SPD kann kein Mensch mehr erklären, welchen Sinn »rot-rot-grün« in Wiesbaden noch machen soll

Georg Fülberth
Der Versuch der hessischen SPD-Landeschefin Andrea Ypsilanti, zusammen mit der Partei Die Linke eine Mehrheit zu bilden, hätte ein Desperado-Versuch sein können oder ein riskanter und nahezu unmöglicher Neuanfang. Jetzt bleibt nur noch Ersteres übrig.

Bei den Urabstimmungen 2007 darüber, wer in Hessen die Landesliste anführen sollte, hatte Ypsilanti in den Unterbezirken 2007 die Basis knapp gegen sich, auf dem Bezirksparteitag die Funktionärsschicht ebenso knapp für sich. Auf dem Hamburger Bundesparteitag holte sie sich den Auftrag, die Partei Die Linke aus dem Landtag herauszuhalten. Das mißlang ihr ebenso knapp wie der Versuch, ihre SPD vor Kochs CDU zu plazieren. Dagmar Metzgers Weigerung, ihr die Stimme zu geben, brachte die Stunde der Wahrheit: Ypsilanti hatte verloren.

Manchmal kann man aus Niederlagen noch Siege machen, indem man vollendete Tatsachen schafft, denen das Umfeld dann nachrutscht. Dies versuchte die hessische Landesvorsitzende mit ihrer ...



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