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09.09.2008 / Feuilleton / Seite 13

Fans loswerden

Ein Wunderkind wird älter und langweiliger: Conor Oberst versinkt im Pomp-Pop

Michael Saager
Das Schöne an der Popkultur ist, daß man über sie und ihre Produkte zwar nicht alles, aber doch sehr vieles behaupten kann. Es muß sich vor allem gut und sollte sich irgendwie richtig anhören. Meistens beantwortet der Geschmack die offenen Fragen – ein streitbarer Bruder, wohl wahr.

Streiten wir ein bißchen: Conor Oberst, das US-amerikanische Wunderkind aus der halbgroßen Midwest-Stadt Omaha, ist erwachsen geworden, und deshalb schrecklich langweilig. Genau genommen macht Oberst, Kopf der Indie-Popband Bright Eyes, Musik für Menschen mit knirsch-, knarz- und schrammelempfindlichen Ohren bereits seit 2005 – seit dem Erscheinen von »I'm Wide Awake, It's Morning«. Sittsam zurückgelehnter Country-Folk war das, futsch der charmant schmuddlige Lo-Fi-Appeal früherer Produktionen. Letztes Jahr trat Oberst mit dem Bright-Eyes-Album »Cassadaga« den Fans seiner juvenilen 4-Spur-Werkphase noch einmal kräftig gegen das Schienbein: Ein Pomp-Album hatte er eingesp...

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