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06.09.2008 / Inland / Seite 8

»Scheitern der NPD-Führung würde Flügelkämpfe fördern«

Verhältnis von militanten Neonazis und Partei bleibt verkrampft. Querfrontstrategie hat an Bedeutung verloren. Ein Gespräch mit Ulli Jentsch

Markus Bernhardt
Ulli Jentsch ist Sprecher des Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum (apabiz) e. V.

Es gibt unterschiedliche Einschätzungen über den Einfluß der NPD. Wie stark ist sie wirklich?

Natürlich hat die NPD mit vielen Problemen zu kämpfen. Intern wird das knappe Geld hart umkämpft und in einigen Regionen ist die Personaldecke extrem dünn. Extern wird die NPD durch anhaltende Proteste gegen ihre Veranstaltungen oder erfolgreiche zivilgesellschaftliche Interventionen gestört. Das alles hindert sie dran, große Schritte vorwärts zu tun. Trotzdem bleibt klar, daß sich die NPD seit Mitte der 90er Jahre zur größten rechtsextremen Partei gemausert hat.

Sie ist in erster Linie eine Weltanschauungsgemeinschaft, die von vielen Menschen unterstützt wird. Ihr parlamentarischer Erfolg oder Mißerfolg ist aber nur eine Seite. Immer wieder hört man von Skandalen oder Krisen – aber das ist nichts Neues. Die NPD wird leider weder totgeschrieben noch totgelacht. ...


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