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04.09.2008 / Feuilleton / Seite 13

Von der Zeit, die nicht mehr da ist

Jenseits platonischer Klischees: Zwei neue Filme über das Thema Liebe im Alter

Anja Trebbin
Filmbeginn: Nähmaschinenrattern statt Musik. Groß im Bild: eine Frauenhand mit Trauring. Inge ist mit Werner verheiratet. Auch ihr Leben rattert ruhig – doch keineswegs unglücklich – vor sich hin. Bisher jedenfalls. Inge ist fast siebzig, doch sie hat sich neu verliebt. Karl geht auf die Achtzig zu. Das ist keine verschämte Zuneigung, sondern Leidenschaft und Sex. Die Ehe mit Werner hat sich dreißig Jahre lang bewährt, Inge liebt ihren Mann – doch Karl ebenso. Beziehungen brauchen Zeit. Und die hat hier keiner mehr.

Andreas Dresen hat mit dem Team von »Halbe Treppe«, digitaler Technik und viel Improvisation einen radikalen Film über Liebe im Alter gedreht. Dresen erklärt: »Einerseits leben wir in einer Epoche, in der Menschen immer älter werden, andererseits kommen alte Menschen in Film und Fernsehen so gut wie nie vor. Man findet bloß weichgespülte Geschichten, bei denen die Alten sich bestenfalls auf lauwarme, putzige Weise noch einmal verlieben dürfen. ...

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