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01.09.2008 / Ausland / Seite 6

Kehrtwende in Mexiko

Kursschwenk bei der langjährigen Staatspartei PRI: Nicht mehr die Revolution dient als Bezugspunkt, sondern die Sozialdemokratie

Gerold Schmidt, Mexiko-Stadt
Die Revolutionäre Institutionelle Partei (PRI) beherrschte 71 Jahre lang Mexiko im autoritären Stil, bis 2000 war sie de facto Staatspartei. Seit einigen Tagen nun ist sie sozialdemokratisch. Die PRI nahm am vergangenen Wochenende auf ihrem 20. Bundesparteitag in Aguas­calientes auch offiziell Abschied von ihrem lange überholten Statut, das sich auf die Ideologie der Mexikanischen Revolution (1910–1920) stützte. Nach den Worten der Vorsitzenden Beatriz Paredes will die PRI zukünftig für die »Freiheit des Marktes mit verantwortlicher Ausübung des Sozial- und Rechtsstaates« eintreten. Auf der Delegiertenversammlung gab es ein Bekenntnis zur »sozialdemokratischen Strömung der zeitgenössischen politischen Parteien«.

Die Abstimmung über den ideologischen Kurswechsel erinnerte an die sieben Jahrzehnte, in denen die PRI nahezu unumschränkt das Land beherrschte und bei Regionalwahlen manches Mal wesentlich mehr Stimmen verbuchte als Wähler registriert waren. Bei d...

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