01.09.2008 / Thema / Seite 10

Leben mit Nulldefizit

Das »System Staatsverschuldung«. Teil II (und Schluß): Das Ziel »schuldenfreie Bundes- und Landeshaushalte« führt letztenendes zur wirtschaftlichen Stagnation

Karl Mai

Im Teil I des Artikels (siehe jW-Thema vom 30./31.8.) wurden wichtige Daten zur Staatsverschuldung angeführt, knapp deren Quellen und grundsätzliche Wirkungen verdeutlicht sowie wichtige Argumente pro und kontra Staatsschulden aufgezeigt. Im Teil II werden die öffentlich diskutierten Konsequenzen aus der Verschuldungslage beleuchtet und perspektivische Fragestellungen der Entschuldung erörtert. Eine kritische Bewertung der Staatsverschuldung findet sich am Schluß.

Es wurde bereits deutlich: Die Anhänger der positiven volkswirtschaftlichen Effekte der laufenden Kreditverschuldung des Staates stützen sich auf historische Erfahrungen und makroökonomische Einsichten. Diese Richtung plädiert dafür, den investiven Langzeitnutzen kreditfinanzierter Infrastruktur für Wirtschaft und Bevölkerung mittels einer Neuverschuldung im erforderlichen, aber begrenzten Umfang zu erhalten. Die daraus resultierende Zinslast für den Fiskus wird nicht problematisiert, sondern b...

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