30.08.2008 / Thema / Seite 10

Investition in die Zukunft

Das »System Staatsverschuldung«. Teil I: Stand, Quellen und Nutzen der staatlichen Kreditaufnahme

Karl Mai
Deutschland leidet immer noch unter einer politisch erzeugten Angstpsychose wegen steigender und zu hoher Staatsverschuldung. Die neoliberalen Haushaltspolitiker und manche Medien warten mit ablehnenden, ja auch »verteufelnden« Argumenten auf, und die Furcht vor der »untragbaren Schuldenlast für die künftigen Generationen« vergiftet die Parteipolitik und viele Gemüter. Die Vertrauenswürdigkeit der Politik wird am Verzicht auf weitere Neuverschuldungen ausgerichtet, von »Schuldenbremse« bis »Schuldenverbot« wetteifern politisch-ökonomische Konzepte. Was hat es mit den 1,5 Billionen Euro deutscher Staatsschuld auf sich?

Schuldenentwicklung seit 1990

Zum Zeitpunkt der Vereinigung von DDR und BRD ab Oktober 1990 brachte der Bundeshaushalt 526,3 Milliarden DM (269,1 Milliarden Euro) alte Schulden einseitig als »Geschenk« in den gemeinsamen Schuldentopf Deutschlands ein. Der »abgewickelten DDR« wurden bundesoffiziell – aber immer heftig umstrittene – aus DD...

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