29.08.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Weißer und reicher

New Orleans wird umgebaut: Seit Hurrikan »Katrina« 2005 sind nur noch die »Besten« willkommen, die Armen bleiben außen vor

Friedrich Schorb und Christian Jakob
Die Stadt ist eine andere geworden. Auch wenn die Schäden in vielen Teilen noch immer nicht behoben sind und Tausende verlassene Holzhäuser in den Außenbezirken vor sich hin rotten, hat New Orleans seit Hurrikan »Katrina« im Spätsommer 2005 doch eine fundamentale Wandlung erfahren. Die Bevölkerung der Südstaaten-Metropole am Unterlauf des Mississippi ist heute weißer und wohlhabender als an jenem Tag vor drei Jahren, als der Sturm sie traf – und sie ist kleiner.

Knapp 300000 Menschen leben derzeit wieder in New Orleans. Über 150000 wollten oder konnten noch nicht dorthin zurückkehren. Der Bevölkerungsverlust unter den sozial benachteiligten Gruppen ist dabei besonders hoch. Im Frühjahr 2008 lag die Zahl der Haushalte in New Orleans zwar bei etwa 70 Prozent des Vor-Katrina-Niveaus. Doch die Zahl der Empfänger von »Medicaid« – der staatlichen Krankenversicherung für Bedürftige – war um 46 Prozent gesunken, die der Rentner mit Anspruch auf...

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