26.08.2008 / Inland / Seite 8

»Alte rassistische Hetze im neuen Gewand«

Öffentliche Aversion gegen Moslems ist noch weit von der RAF-Hetze der 70er Jahre entfernt. Gespräch mit Gernot Lennert

Gitta Düperthal
Gernot Lennert ist Buchautor und Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen in Mainz

Am heutigen Dienstag wird es in Mainz eine Debatte über das Buch »Salam oder Dschihad – Islam und Islamismus aus friedenspolitischer Perspektive« geben. Sie sind einer der Autoren. Worauf basiert die rechte Hetze gegen den Islam? Wie kann man ihr aus linker Perspektive begegnen?

Das ist nichts anderes als die alte rassistische Hetze im neuen Gewand. Sinnvoll ist, zwischen reaktionärer und berechtigter Islamkritik zu unterscheiden. Als Linker, der atheistisch oder religionskritisch ist, kann man sich z.B. im Streit um Moscheebauten dafür einsetzen, daß alle Religionsgemeinschaften ihren Glauben ausüben können. Muslime sollten ihre Gotteshäuser genauso wie Christen bauen können, das gehört zur Religionsfreiheit. Daß Ausländerfeinde den Islam thematisieren, liegt daran, daß Menschen aus den betreffenden Ländern einerseits verstärkt al...

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