Gegründet 1947 Montag, 17. Juni 2019, Nr. 137
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
26.08.2008 / Inland / Seite 4

Heiße Fracht aus Hanau

Auch Skandalfirma Nukem lieferte Atommüll ins Endlager Asse

Reimar Paul
In das Atommüllendlager Asse in Niedersachsen wurden offenbar schon unmittelbar nach der Inbetriebnahme im Jahr 1967 bestrahlte Brennelemente gebracht. Nach Frachtpapieren, deren Kopien jW vorliegen, handelt es sich dabei um mindestens 42 Fässer mit kugelförmigen Uranbrennelementen, die von einem Graphitmantel umhüllt sind. Sie wurden damals in einem Versuchs-Hochtemperaturreaktor im Kernforschungszentrum in Hanau eingesetzt. Lieferant der heißen Fracht war die umstrittene Brennelementeschmiede Nukem, der nach einem Skandal um falsch etikettierten Atommüll 1988 die Betriebserlaubnis entzogen wurde.

Erst in der vergangenen Woche wurde bekannt, daß zwischen 1973 und 1976 an die hundert Fässer mit Graphitkugeln in die Asse gebracht wurden. Nach Angaben des Forschungszentrums Jülich hat es sich dabei allerdings mit Ausnahme von acht Fässern um sogenannte Absorberkugeln gehandelt. »Diese enthalten keinen Kernbrennstoff, sondern dienen dazu, daß die Kernspaltung...

Artikel-Länge: 3256 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €