23.08.2008 / Geschichte / Seite 15

Revolution im Völkerrecht

Am 27. August 1928 wurde der Briand-Kellogg-Pakt unterzeichnet

Gregor Schirmer
Das Gemetzel des Ersten Weltkrieges war für die Herrschenden nicht Grund genug, um in der Satzung des Völkerbunds von 1919 ein klares Verbot des Aggressionskrieges zu verankern. Die Beherrschten hatten nicht die Kraft und wohl auch nicht den Willen, ein solches Verbot zu erzwingen. Lenins Dekret über den Frieden blieb im Westen ungehört und hatte keine völkerrechtlichen Konsequenzen. 1924 scheiterte das bereits unterzeichnete Genfer Protokoll, das ein deutliches Verbot des Angriffskrieges enthielt, an der Ablehnung der Ratifikation durch Großbritannien. Nach den zwiespältigen Verträgen von Locarno 1925 kam es dann – nicht zuletzt unter dem Einfluß der stärker gewordenen Friedensbewegung – außerhalb des Völkerbunds 1928 zum Abschluß des Briand-Kellogg-Pakts. Der Vertrag über die Ächtung des Krieges wird gewöhnlich nach seinen Initiatoren Aristide Briand, der von 1925 bis 1932 Außenminister Frankreichs war, und dessen US-amerikanischen Kollegen Frank B. Kel...

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