21.08.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kraftprobe in Peru

Ureinwohner wehren sich gegen Ausbeutung natürlicher Ressourcen durch Privatfirmen. Regierung sieht »ausländische Kräfte« am Werk

Milagros Salazar, IPS
Mit der Besetzung eines Wasserkraftwerks, der teilweisen Blockade einer Gaspipeline und der Behinderung von Polizeiaktionen haben Ureinwohner im peruanischen Amazonasgebiet gegen geplante Investitionen von Privatfirmen in ihren Territorien protestiert. Sie fordern die Achtung ihrer Kollektivrechte, wie sie in der Verfassung von 1979 festgeschrieben sind.

Bei den am 9. August ausgebrochenen Protesten wurden Berichten zufolge zwölf Personen verletzt. Über die Region wurde inzwischen ein 30-tägiger Ausnahmezustand verhängt, Tausende Polizisten und Militärs mobilisiert. Betroffen sind die Provinzen Bagua – allein dorthin wurden 1500 Sicherheitskräfte entsandt – und Utucumba im nördlichen Departement Amazonas, Datem del Marañon im nördlichen Loreto sowie Echarate im südlichen Departement Cusco. Die Regierung in Lima kündigte an, die Verhandlungen erst nach Beendigung der Proteste wiederaufzunehmen. Vertreter der indigenen Gemeinschaften lehnten das Angebot ab.

K...



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