11.08.2008 / Thema / Seite 10

Nützliche Krise

Peak Oil und seine geostrategische Bedeutung. Teil II (und Schluß): Den US-Eliten kommt die drohende Ölknappheit nicht ungelegen

Hauke Ritz
Der erste Teil dieses Beitrags beschäftigte sich mit den geologischen Grundlagen der Peak-Oil-Theorie (von engl. »peak« = Gipfel, Höchstwert), d. h. dem Zeitpunkt, an dem das Fördermaximum für alle weltweiten Ölvorkommen erreicht ist. Unabhängigen Forschungen zufolge drohen bereits in naher Zukunft massive Engpässe in der Versorgung mit diesem Hauptrohstoff der ölbasierten globalen Ökonomie – mit dramatischen Folgen.
Geopolitische Konkurrenz zwischen Staaten war in der Vergangenheit oft Auslöser für große Investitionsanstrengungen des US-Imperialismus. Der Zweite Weltkrieg hat das Manhattan-Projekt zum Bau der Atombombe hervorgebracht. Und der Kalte Krieg hat gleich zu einer ganzen Reihe umfangreicher und kostenintensiver strategischer Projekte geführt, wie etwa dem Apollo-Programm der NASA oder der US-Rüstungsinitiative SDI (»Strategic Defense Initiative«) zum Aufbau eines Abwehrschirms gegen Interkontinentalraketen. Warum war es nicht möglich, ähnliche I...

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