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09.08.2008 / Ansichten / Seite 8

Alleingang?

Georgien greift Südossetien an

Werner Pirker
Noch bevor die Spiele in Peking begonnen hatten, war der olympische Frieden auch schon gebrochen. Georgien hat sich im Konflikt mit der seit 16 Jahren von seinem Staatsgebiet losgetrennten Provinz Südossetien für den Krieg entschieden. Das ist nicht nur eine Aggression gegen den Miniaturstaat am Fuße des Kaukasus-Hauptkammes, sondern auch eine gegen Rußland, das durch eine – in einem internationales Abkommen festgelegten – Friedenstruppe in der Krisenregion präsent ist.

Südossetien hat den 1991 erfolgten Austritt Georgiens aus der UdSSR nicht mitvollzogen und nach dem Ende der Sowjetunion keinerlei Bereitschaft erkennen lassen, dem georgischen Staatsgebiet wieder beizutreten. Die Sezession, die 2006 mit einem Referendum besiegelt wurde, ist nicht mehr und nicht weniger völkerrechtswidrig, als es die kosovo-albanische Lostrennung von Serbien war. Doch die eine wurde vom Westen sanktioniert, während die andere den Westen auf der...

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