09.08.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Armenhaus Kambodscha

Turbokapitalismus ohne Antworten auf ungelöste Landfrage und angesichts der horrenden Preissteigerung und industrieller Monokultur

Waldemar Bolze
Von den Berichten über das Sondertribunal gegen die noch lebenden Führer der berüchtigten Roten Khmer einmal abgesehen, ist Kambodscha kaum noch für Schlagzeilen gut. Dank der inzwischen 23jährigen Herrschaft der Kambodschanischen Volkspartei (CPP) von Ministerpräsident Hun Sen gilt das Land als politisch stabil, prowestlich ausgerichtet und hat sich mit dem Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) im Oktober 2004 wie gewünscht der neoliberalen Globalisierung geöffnet. Erst die am 27. Juli abgehaltenen Parlamentswahlen rückten das Land wieder kurzzeitig ins Blickfeld westlicher Medien.

Kambodscha zählt mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von umgerechnet etwa 8,6 Milliarden US-Dollar zu den bislang wenig entwickelten Staaten (Rang 119 von ca. 180). Dennoch hat es auf den ersten Blick beeindruckende wirtschaftliche Kennzahlen vorzuweisen. Seit der kurzen »Schwächeperiode« zu Beginn des Jahrzehnts boomt die Wirtschaft. Die Wachstumsrate des BIP stieg von ...

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