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08.08.2008 / Ausland / Seite 7

Krisenbewältigung durch Präsidentensturz

Reaktion auf soziale Unruhen. Mauretaniens neue Machthaber versprechen »baldige« Neuwahlen

Raoul Wilsterer
Die Islamische Republik Mauretanien erlebte am Mittwoch den vierten Militärputsch seit der Unabhängigkeit von Frankreich 1960. Das geschah »unblutig«: Knapp anderthalb Jahre nach den seinerzeit von EU-Beobachtern als »frei und fair« gepriesenen »demokratischen Wahlen« wurde Präsident Sidi Ould Cheikh Abdallahi von einem elfköpfigen »Militärrat« für abgesetzt erklärt. Er hatte zuvor erklärt, hohe Militärs »auswechseln« und General Mohamed Ould Abdel Aziz als Chef der Präsidentengarde entlassen zu wollen. Nach Angaben »von Sicherheitskräften« (AFP) befindet er sich weiterhin in der Hauptstadt Nouakchott – als Aziz’ Gefangener. Ministerpräsident Yahya Ould Ahmed Waghf, ein Minister und zwei Vertraute des Präsidenten wurden ebenfalls verhaftet.

Während dagegen unter anderem US-Außenministerin Condoleezza Rice protestierte und die »Wiedereinsetzung der demokratisch gewählten Regierung« verlangte, unterstützten a...

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