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08.08.2008 / Thema / Seite 10

»... zur Offensive befähigt«

Im Streit um den Panzerkreuzerbau fiel am 10. August 1928 eine folgenschwere Entscheidung. Ein historisches Lehrstück in Sachen sozialdemokratischer Wahlversprechen

Manfred Weißbecker
Wenige Tage nach der Reichstagswahl vom 20. Mai des Jahres 1928 bewertete die sozialdemokratische Presse das Ergebnis als einen großen Sieg der SPD. Zugleich hieß es, dieser würde die Partei »verpflichten«. Gewiß, niemand konnte der Tatsache widersprechen, daß da ein großer Erfolg erreicht worden war: Gegenüber der letzten, fast vier Jahre zurückliegenden Reichstagswahl hatte sie 22 Mandate hinzugewonnen. Mit 153 Sitzen stellte sie nun fast ein Drittel der 491 Reichstagsabgeordneten. Auch der KPD war es gelungen, die Zahl ihrer Mandate um neun auf 54 zu vergrößern. Hingegen hatten die bürgerlichen Parteien, allen voran die konservative Deutschnationale Volkspartei (DNVP), erhebliche Verluste erlitten. Insgesamt schien die politische Rechte auf parlamentarischer Ebene geschwächt aus den Wahlen hervorgegangen zu sein. Davon zeigten sich klarsichtige Zeitgenossen unbeeindruckt. So warnte Carl von Ossietzky am 26. Juni 1928 in der Weltbühne, es würden sich »n...

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