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04.08.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

»Bei uns muß niemand Hunger leiden«

Trotz wirtschaftlicher Probleme konnte Kuba die Versorgung mit Nahrungsmitteln aufrechterhalten. Dazu trägt auch die regionale Zusammenarbeit bei. Ein Gespräch mit Alcides López Labrada

Harald Neuber
Alcides López Labrada ist Vizeminister für Landwirtschaft Kubas

Eine der ersten Maßnahmen des kubanischen Präsidenten Raúl Castro nach dessen Amtsantritt im Februar war eine Reform der Landwirtschaft. Warum war das nötig?

Kuba verfügt heute über 6,7 Millionen Hektar Agrarland, aber rund die Hälfte dieser Fläche wird nicht bestellt oder nur unzureichend genutzt. Ziel ist, die Nutzung der brachliegenden Flächen zu fördern. Aus diesem Grund wurde ein Gesetz verabschiedet, das den Zugriff auf diesen fruchtbaren Boden erleichtert. Zugleich knüpft diese Politik an vergangene Maßnahmen an. Die erste Agrarreform in Kuba hat 1959, nach der Revolution, stattgefunden. Damals wurde das Land denen gegeben, die es bearbeiteten. Zugleich wurde eine Obergrenze von 402 Hektar definiert. Im Jahr 1963 fand eine zweite Bodenreform statt. Um mehr Familien den Zugang zu eigenem Land zu ermöglichen, wurde die Obergrenze auf 67 Hektar reduziert, was für Kuba immer noch eine Meng...

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