31.07.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Programmiertes Ende

Nach dem Scheitern der WTO-Verhandlungen in Genf scheint die Doha-Runde zur weiteren Liberalisierung des Welthandels nicht mehr zu retten

Wolfgang Pomrehn
Die Gespräche in der Welthandelsorganisation (WTO) sind am Dienstag abend mal wieder gescheitert. Am WTO-Sitz Genf wurde eine Ministerrunde, die die Verhandlungen wieder in Gang bringen sollte, vorzeitig aufgelöst. Der Grund: unüberbrückbare Widersprüche. Die US-Delegation zeigte nach dem Scheitern mit dem Finger auf Indien und China, der niederländische Handelsminister Frank Heemskerk sah hingegen laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua die Schuld zumindest teilweise bei den USA.

Einer der Streitpunkte waren die US-Subventionen für die nordameri­kansiche Baumwollproduktion, die den Weltmarktpreis drücken und afrikanischen Produzenten das Leben schwer machen. Streit gab es auch um eine Ausnahmeregelung für landwirtschaftliche Produkte, mit der Schutzzölle zeitweise angehoben werden könnten, wenn der Import bestimmter Warengruppen zu rasch zunimmt oder die heimische Produktion anderweitig gefährdet würde. Delhi und Peking wollten die Schwelle für d...

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