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28.06.1999 / Ausland / Seite 0

Washington in Verlegenheit

Die USA brauchen Kuba im Kampf gegen den Drogenhandel, ohne es zugeben zu wollen

Marcos Bermejo, Havanna

Barry McCaffrey, der Chef des Anti-Drogenbüros im Weißen Haus, und die Washington Post hatten Ende Mai den Boden bereitet: Die Regierung in Havanna liefert der südamerikanischen Drogenmafia, die das Gewirr der unzähligen unbewohnten Inselchen in den kubanischen Territorialgewässern als einen ihrer Hauptumschlagplätze für den Kokain-, Marihuana- und Haschisch- Transport in die USA benutzt, gerade einen beeindruckenden Kampf auf Biegen und Brechen. Kubas Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den US-amerikanischen Dienststellen sei trotz seiner beschränkten Mittel über jeden Zweifel erhaben, aber einflußreiche kubanische Exilorganisationen und konservative Kräfte des Kongresses würden gemeinsame Aktionen blockieren. Diese Politik sei sinnlos. Der illegale Drogenhandel in der Karibik könne ohne enge Kooperation mit Havanna nicht wirkungsvoll eingedämmt werden.

Logisch. Zumal McCaffrey vor ein paar Tagen zugab, die USA sähen sich genötigt, die Zahl der »Gebiete m...

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