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30.07.2008 / Inland / Seite 5

Aufklären und Vertuschen

Mit Förderung geplanter Gedenkstätte für Völkermord an den Armeniern ehrt die Bundesregierung einen rechtsradikalen Gegner der Weimarer Republik

Nick Brauns
Ehrt die Bundesregierung in einer geplanten Gedenkstätte für den Völkermord an den Armeniern einen rechtsextremen Antidemokraten und Geschichtsfälscher und gefährdet damit das Gedenken an den Genozid insgesamt? Diese Bedenken äußert die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (Die Linke) in einer kleinen Anfrage an die Bundesregierung. Der Bundestag hatte 2005 beschlossen, zur Erinnerung an den türkischen Völkermord an über einer Million Armenier während des Ersten Weltkrieges »besonders das Werk von Dr. Johannes Lepsius, der energisch und wirksam für das Überleben des armenischen Volkes gekämpft hat«, dem Vergessen zu entreißen. Mit 300000 Euro aus Bundesmitteln soll eine Gedenkstätte im ehemaligen Potsdamer Wohnhaus des Pfarrers Lepsius gefördert werden, deren Eröffnung zu seinem 150. Geburtstag im Dezember geplant ist.

»Es gibt zwei Lepsius-Großtaten«, schreibt...

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