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26.07.2008 / Inland / Seite 4

Er kam, sah und sagte nichts

US Präsidentschaftskandidat Barack Obama in Berlin: 30 Minuten heiße Luft und die Forderung nach weiteren Truppen für Afghanistan ließen Zigtausende Herzen höher schlagen

Mareen Heying
Er »vertritt eine neue Generation und strahlt einen anderen Zeitgeist aus«. Der Frontmann der Linkspartei Gregor Gysi war nach der Rede Barack Obamas am Donnerstag abend völlig aus dem Häuschen. Er freute sich über den »Grad an Souveränität, Charisma und vor allem die Bereitschaft« des US-amerikanischen Präsidentenanwärters, »auf andere Länder zuzugehen«. Obama wolle »nicht kulturell dominieren, sondern verschiedene Kulturen akzeptieren«, wußte Gysi nach dessen 30minütiger Rede vor der Berliner Siegessäule. Ähnlich berauscht schienen die rund 200000 Menschen, die in Berlins Mitte geströmt waren, um den Auftritt Obamas zu verfolgen.

Dabei hatte der vor allem heiße Luft von sich gegeben. Nur in einem war er deutlich: Europäer und US-Amerikaner sollen vereint ihren Pflichten nachgehen – vor allem am Hindukusch. »Die Menschen in Afghanistan brauchen unsere Truppen und Eure Truppen«. Darüber hinaus gab es zwischen 19.20 Uhr und 19.50 Uhr einen großen Rundumsch...

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