21.07.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Tödlicher Kreislauf

Jährlich sterben in Deutschland weit mehr als 1000 Menschen an den Folgen des Konsums illegaler Rauschmittel. Heute Gedenktag für Opfer der Drogenpolitik

Markus Bernhardt
Während allabendliche Trinkgelage in der Bundesrepublik offenbar zum guten Ton gehören, ist der Gebrauch illegalisierter Drogen gesellschaftlich noch immer verpönt. Anstatt eine Diskussion über die Nutzung der verschiedenen natürlichen und chemischen Rauschmittel auch nur zuzulassen, setzen staatliche Stellen und das Gros der Bürger nach wie vor auf Repression und Ausgrenzung.

Staatliche Verfolgung

Es sind vor allem die Konsumenten von Heroin, die vielerorts Opfer polizeilicher Willkür werden und von Politikern aller Couleur zu heuchlerischen Wahlkampfattacken mißbraucht werden. Aufgrund der mannigfaltigen staatlichen Repression ist der Kreislauf aus Drogenabhängigkeit, sogenannter Beschaffungskriminalität, oftmals auch der Prostitution, der zunehmenden Verarmung und der Kriminalisierung kaum zu durchbrechen. Weit mehr als 1000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an den Folgen des Drogenkonsums. Nur allzu oft einsam zu Hause oder in öffentlichen Toil...

Artikel-Länge: 4526 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe