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11.07.2008 / Feuilleton / Seite 13

Woher kommen die Leichen?

Die Familie Temkine entdeckt die historische Grundlage von Samuel Becketts »Warten auf Godot«

Matthias Martin Becker
Als »Warten auf Godot« 1953 zum ersten Mal in Paris auf die Bühne kam, machte das Stück Beckett mit einem Schlag berühmt. Seitdem wurde es unzählige Male aufgeführt, aber eine Inszenierung verdient besondere Erwähnung: In der schwedischen Haftanstalt Kumla war die Gefangenen-Theatergruppe so eifrig und erfolgreich, daß sie die Erlaubnis zu einem Gastspiel im Stadttheater Göteborg bekam. »Nach der Pressekonferenz verschwanden vier der fünf Schauspieler still und unbemerkt durch den Bühnenausgang und machten sich quer durch Europa auf und davon«, berichtet der beteiligte Regisseur Jan Jönson. Als er später Beckett davon erzählte, »brach er in Lachen aus und sagte leise: Das ist das Beste, was meinem Stück widerfahren ist, seit ich es geschrieben habe«.

Vielleicht hatten sich die schwedischen Gefangenen zu ihrer Flucht von Becketts Geschichte inspirieren lassen. Nur entschlossen sie sich, anders als dessen Figuren Wladimir und Estragon, die Sache lieber in di...

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