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10.07.2008 / Ausland / Seite 7

Foltervideos in Mexiko

Behörden wiegeln ab und sprechen von Trainingsszenen bei der Polizeiausbildung

Andreas Knobloch
Zwei von der regionalen Tageszeitung El Heraldo de León in dieser Woche veröffentlichte Videos sorgen derzeit für Aufregung in Mexiko. Darin sind Polizisten zu sehen, wie sie an Kollegen Foltermethoden wie »tehuacanazo« (das Einführen gasförmigen Wassers durch die Nasenwege) oder »pocito« (der Kopf des Opfers wird in Exkremente gedrückt) ausführen. Im Hintergrund gibt eine nicht identifizierte Person auf Englisch Anweisungen.

Nach offiziellen Angaben handelt es sich bei dem Geschehen in den Videos um Trainingsszenen der Grupo Especial Táctico (GET), einer Spezialeinheit der Polizei von León im Bundesstaat Guanajuato. Sie seien dazu da, die Polizisten auf »große Streßsituationen« vorzubereiten. Das heiße aber keineswegs, »daß die Foltermethoden auch wirklich angewandt würden«, so der Polizeichef von León, Carlos Tornero Salinas. Sie sollten die Polizisten vielmehr für den Kampf gegen das organisierte Verbrechen »abhärten«. Vielmehr vermutet er eine gezielte...

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