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08.07.2008 / Ausland / Seite 7

Betancourts Rückkehr

Welche Rolle wird die prominenteste Exgefangene der FARC-Guerilla nach ihrer Befreiung spielen? Keine gute, meint der spanische Journalist Pascual Serrano

Pascual Serrano
In progressiven Kreisen der venezolanischen Gesellschaft gibt es derzeit einen Sturm der Entrüstung über die offene Mißachtung, mit der Ingrid Betancourt und ihre Familie denjenigen Personen begegnet, die sich am meisten für ihre Freilassung eingesetzt haben. Das betrifft vor allem den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und die kolumbianische Senatorin Piedad Córdoba. Dabei ist viel von Verrat die Rede.

Doch Ingrid Betancourt und ihre Familie haben niemanden verraten. Sie sind schlichtweg in die soziale, politische und wirtschaftliche Klasse zurückgekehrt, der sie immer angehörten: in die neoliberale Bourgeoisie Kolumbiens. Ingrid ist die Tochter von Gabriel Betancourt, Bildungsminister unter dem Diktator Gustavo Rojas Pinilla (1953–1957). Ihre Mutter Yolanda Pulencio war eine Miss Kolumbien und Mitglied des Abgeordnetenhauses für Bogotá. Als gute Tochter der Oligarchie hat die heute 46jährige Betancourt die französische Schule in Bogotá besucht, um s...

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