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07.07.2008 / Ausland / Seite 7

Widerstand in Somalia

Kaum Chancen für ausgehandelten Waffenstillstand, an dessen Vereinbarung die Hauptkräfte des Oppositionsbündnisses nicht beteiligt waren

Knut Mellenthin
Am Mittwoch tritt in Somalia ein Waffenstillstand in Kraft, der am 9. Juni zwischen der nie gewählten, aber international unterstützten sogenannten Übergangsregierung und einem Teil der Opposition vereinbart wurde. Spätestens an diesem Tag sollen alle Kampfhandlungen eingestellt werden. Die Waffenruhe soll zunächst für 90 Tage gelten und könnte anschließend verlängert werden.

Praktische Bedeutung wird dieser Waffenstillstand aber kaum erlangen. Erst am Dienstag voriger Wochen starben bei Kämpfen in Zentralsomalia und in der Hauptstadt Mogadischu 53 Menschen. 36 Tote gab es, als Widerstandskämpfer einen Nachschubkonvoi der äthiopischen Besatzungstruppen in Mataban, 400 Kilometer nördlich von Mogadischu, überfielen. In die Kämpfe in der Hauptstadt, bei denen schwere Waffen eingesetzt wurden, waren neben Äthiopiern auch ugandische Soldaten der afrikanischen »Friedenstruppe« AMISOM verwickelt.

An den »Friedensverhandlungen«, die Anfang Juni in der ehemaligen fr...



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