Gegründet 1947 Mittwoch, 23. Oktober 2019, Nr. 246
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
30.06.2008 / Ausland / Seite 7

Diktat des Nordens

Das subsaharische Afrika nach der Simbabwe-Wahl

Gerd Schumann
Simbabwes Misere ist die Misere des subsaharischen Afrikas. Nach der Selbstbefreiung von London und dessen weißen Regime in Salisbury durch Mugabes und Nkomos Befreiungsorganisationen 1980 veränderte sich 20 Jahre lang an den Besitzverhältnissen kaum etwas. Entgegen entsprechender Zusagen der Queen und Margaret Thatchers blieben die fruchtbaren Landstriche im Besitz von etwa 4000 Großgrundbesitzern. Robert Gabriel Mugabe, der ehemalige Freiheitsheld, der zehn Jahre in den Kerkern Ihrer Majestät zugebracht hatte, stand um die Jahrtausendewende herum vor der Alternative, sich weiter endlos hinhalten zu lassen oder zur Politik der Landbesetzung überzugehen.

Er entschloß sich – nicht ganz freiwillig angesichts einer grassierenden Armut – für Variante zwei. Damit stellte er sich offen gegen den unipolar ausgerichteten Zeitgeist und setzte sich vom Diktat des Nordens ab. Ein Tabubruch mit Folgen. Der kurz zuvor noch hofierte, vom britischen Empire zum Ritter er...

Artikel-Länge: 3438 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €