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30.06.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

»Saubere Hände«

Côte d’Ivoire geht erstmals gegen Mißwirtschaft und Korruption in der Wirtschaft vor. Für Präsident Gbagbo ist das eine gefährliche Flucht nach vorn

Fulgence Zamblé
Im westafrikanischen Staat Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) hat der von Staatspräsident Laurent Gbagbo vor Jahren versprochene Kampf gegen die korrupten Strukturen im Kaffee- und Kakaosektor begonnen. Im Rahmen der »Operation saubere Hände« wurden bereits vier hochrangige Branchenvertreter verhaftet. Hinter Gittern sitzen inzwischen Lucien Tapé, der Chef der Kaffee- und Kakaobörse, sowie der Vorsitzende des Verwaltungsrats des Entwicklungsfonds der Kaffee- und Kakaoproduzenten (FDPCC), Henri Kassi Amouzou. Auch zwei Mitarbeiter aus der Chefetage des Gremiums, Exekutivsekretär Kouassi Théophile und Exfinanzchefin Obodji Houssou, wurden festgenommen.
Nach Angaben von Generalstaatsanwalt Raymond Tchimou lautet die Anklage gegen die vier auf Unterschlagung von Staatsgeldern, Vertrauensmißbrauch, gefälschte Banktransaktionen, Mißbrauch des Volksvermögens und Betrug. »Gegen rund 20 weitere beschuldigte Personen wird derzeit ermittelt. Ihnen könnte das gleiche Schi...

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