25.06.2008 / Thema / Seite 10

Das Unmögliche versuchen

Chiffre 68. Eine globale Revolte und ihre Bilanz (Teil 1)

Winfried Wolf
Daniel Cohn-Bendit war vor vierzig Jahren der bekannteste Sprecher des französischen »Mai 1968«. Heute signalisiert er im Blick zurück Entwarnung: »1968 ist vorbei! Es ist begraben unter Pflastersteinen, selbst wenn diese Pflastersteine Geschichte geschrieben haben und zu einem radikalen Wandel in unserer Gesellschaft geführt haben. 1968 setzte den revolutionären Mythen ein Ende.« Cohn-Bendit sieht die Bedeutung der 1968er Ereignisse vor allem in einem »Wandel«, der »die traditionelle Kultur«, den »Einfluß des Moralismus und die gesellschaftliche Hierarchie« betroffen habe. Nicht zu leugnen sei »das Erdbeben«, das 1968 ausgelöst habe, allerdings durch »unsere vorsintflutlichen Vorstellungen von Gesellschaft, Moral und Staat«. Wichtig ist für ihn heute, daß aus 1968 keine relevanten Lehren für das gegenwärtige Handeln abzuleiten seien: »Überlassen wir es also den neuen Generationen, ihre eigenen Schlachten zu schlagen und ihre eigenen Wünsche zu definieren...

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