20.06.2008 / Thema / Seite 10

Spaltung nach Drehbuch

Berlin, Juni 1948 – die Währungsteilung und die sogenannte Luftbrücke

Mark Altten
Die Aufschrift auf den plombierten Kisten versprach Hochprozentiges: »Whiskey«, »Gin« oder »Brandy«. Der Inhalt aber sollte die Menschen auf andere Art berauschen. In den Behältnissen befanden sich 250 Millionen Mark einer neuen Währung, eingeflogen nach Berlin und entladen auf dem Flughafen Tempelhof am 23. Juni 1948. Eine Währungsbombe, die die Vier-Sektoren-Stadt endgültig in Stücke reißen sollte.

Knapp drei Jahre zuvor, am 2. August 1945, hatten die Vertreter der Kriegsalliierten UdSSR, USA und Großbritannien im Abkommen von Potsdam vereinbart: »Während der Besatzungszeit ist Deutschland als eine wirtschaftliche Einheit zu betrachten.« Und präzisiert: »Mit diesem Ziel sind gemeinsame Richtlinien aufzustellen hinsichtlich (...) der Währung und des Bankwesens«.

Das Potsdamer Abkommen mußte bei Kriegsgewinnlern, Großkonzernen und Hitler-Sponsoren kalten Angstschweiß hervorgerufen haben. Die Konsequenzen für die im Krieg besiegte herrschende Klasse Deutsch...



Artikel-Länge: 19261 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe