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19.06.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

»Von der Landkarte tilgen«

Bundeszentrale für politische Bildung mußte falsche Wiedergabe einer Äußerung von Irans Präsidenten korrigieren

Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann, Arbeiterfotografie
Seit 1948 wurde Palästina Schritt für Schritt von der Landkarte getilgt. Doch im Bewußtsein der allermeisten Menschen hält sich ein ganz anderer, seit Oktober 2005 tausendfach wiedergegebener Satz: »Israel muß von der Landkarte getilgt werden.« Er soll angeblich von Mahmud Ahmadinedschad, Präsident des Iran, ausgesprochen worden sein. Und dieser Satz spielt eine zentrale Rolle bei der Unterstellung, der Iran plane, Israel mittels Atomwaffen auszulöschen.

Die Behauptung, Teheran wolle den Nahoststaat von der Landkarte tilgen, fand sich bis vor kurzem auch im einleitenden Text zu einem Antisemitismus-Dossier auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Das war für uns Anlaß, am 17. Januar einen offenen Brief an die Bundeszentrale zu richten und die Nennung der Originalquellen für das Landkarten-Zitat und weitere angebliche wörtliche Wiederholungen zu fordern, mit denen der iranische Präsident als Judenhasser und Holocaustleugner gebrandma...

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