16.06.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Neues vom Pipelinepoker

Westen wirbt um die Gunst zentralasiatischer Despoten. Moskau unterbreitet großzügiges Angebot an Aserbaidschan

Tomasz Konicz
Es kommt Bewegung in den Pipelinepoker rund um das Kaspische Meer. Am 2. Juni schlug der Chef des russischen Gasmonopolisten Gasprom, Alexej Miller, dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilcham Alijew den Abschluß eines langfristigen Vertrags über die Lieferung von Erdgas vor. Der Moskauer Konzerngigant sei bereit, eine »beliebige Menge« des aserbaidschanischen Gases »zu Weltmarktpreisen« aufzukaufen, meldete die russische Nachrichtenagentur RIA-Nowosti. Konkret würde dies bedeuten, daß der russische Monopolist mehr als 300 US-Dollar pro 1 000 Kubikmeter für Erdgas zu zahlen bereit ist.

Der Moskaus Botschafter in Aserbaidschan, Wassili Istratow, erläuterte die Preisbildung bei einer Pressekonferenz wie folgt: »Der europäische Preis minus Beförderung von einem entsprechenden Punkt bis zum Verbraucher.« Anfang Juli wird des weiteren der russische Präsident Dimitri Medwedew in Baku erwartet, um »viele neue Projekte« zu besprechen, hieß es aus Moskau.

Das großzü...



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