14.06.2008 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Der Pichichu

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Timo Berger
Timo Berger, geboren 1974 in Stuttgart, lebt heute in Berlin. Che Guevara begegnete ihm zum ersten Mal im Bücherregal seiner 68er Eltern: Das bolivianische Tagebuch. Ende der 90er Jahre stieß er in Buenos Aires in einem Slum auf die Geschichte von Pichichu (gesprochen »Pitschítschu«): Bandit, Volksheld und peronistischer Basisfunktionär in einem. Sie hat ihn nicht wieder losgelassen.Zuletzt von Timo Berger erschienen: »Ferne Quartiere«, Gedichte (Lyrikedition 2000, München 2008)
Juan müßte hier sein, um euch die Geschichte vom Pichichu zu erzählen, Juan oder der Chino Jeréz, der Gordo Bomba, La Pelada, Toto, Piripiri oder Púa, einer von seiner Bande. Juan hat mir vom Pichichu erzählt, und ich habe den Pichichu nie kennengelernt. Ich kam erst später ins Viertel, als der Pichichu schon tot war, als er schon auf dem Friedhof in Bajo Flores lag, niemand weiß genau wo, in ein Armengrab haben sie ihn gesteckt, nachdem er monatelang in der Morgue lag, weil sie ni...

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