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13.06.2008 / Inland / Seite 5

Tarifflucht an der Charité

Vorstand des Berliner Uniklinikums plant Ausgliederung der Physiotherapie. Gewerkschaft ­befürchtet Lohnverluste für Neueingestellte und ruft zum Protest auf

Daniel Behruzi
Mit Versuchen, den am Berliner Universitätsklinikum Charité geltenden Tarifvertrag durch Ausgliederungen zu unterlaufen, mußten die dort Beschäftigten bereits ihre Erfahrungen machen. So arbeiten laut ver.di mittlerweile mehr als zwei Drittel der Arbeiter in der Service-Tochter Charité Facility Management (CFM) zu niedrigeren Löhnen und schlechteren Bedingungen als die Stammbelegschaft. Dieses »Erfolgsmodell« will der Charité-Vorstand – mit Unterstützung der Vertreter des SPD-Linke-Senats im Aufsichtsrat – nun auch in der Physiotherapie an den Campi Benjamin Franklin und Mitte anwenden. Diese soll ausgegliedert und womöglich in eine GmbH umgewandelt werden, die vorerst vollständig im Besitz der Charité verbleibt. Doch die etwa 80 Betroffenen – von denen zehn befristete Verträge haben und daher direkt von einer Verschlechterung der Tarifbedingungen betroffen wären – wehren sich: Am Freitag kommen sie ab acht Uhr zu einer Teilpersonalversammlung zusammen. F...

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