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13.06.2008 / Feuilleton / Seite 12

»Es ist nie zu spät«

Über das, was vom Lebensgefühl der totalen Veränderung heute geblieben ist. Ein Gespräch mit dem ehemaligen RAF-Mitglied Christof Wackernagel

Robert Best und Christoph Spehr
Christof Wackernagel (Jg.1951/r.) ist Schauspieler und Schriftsteller. Er lebt in Bamako, der Hauptstadt Malis, wo ihn der Regisseur Jonas Grosch (l.) besuchte, um den Film »Der Weiße mit dem Schwarzbrot« zu drehen, der seit gestern in den Kinos zu sehen ist.
Wackernagel saß zehn Jahre im Gefängnis, nachdem er im November 1977 als RAF-Kämpfer bei einer Schießerei in Amsterdam festgenommen worden war. Zum Sympathisantenkreis der RAF zählte Wackernagel seit Beginn der 70er Jahre, im Sommer 1977 tauchte er unter.

Als Sie 1976 zur RAF gingen, standen Sie alternativ vor der Wahl, Ihren ersten Hollywood-Film zu drehen. Was hat den Ausschlag für die RAF gegeben?

Das wäre der Film »Midnight Express« gewesen von Alan Parker. Aber Hollywood, das hätte bedeutet, die Gesellschaft, die ich ablehne, zu stärken. So stand ich vor der Frage: Mach’ ich jetzt das, was ich ablehne, um Geld zu verdienen? Verrate ich meine Ideale, mein Denken, meine Philosophie? Wobei Sie b...

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