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11.06.2008 / Ausland / Seite 7

Zwölf Jahre unschuldig in Haft

Chiapas: Regionalregierung läßt Zapatisten frei. Entscheidung fiel aufgrund politischen Drucks

Thomas Zapf, San Cristóbal de Las Casas
Zwei Anhänger der zapatistischen Rebellen im Süden Mexikos sind vergangene Woche freigelassen worden. Francisco Pérez Vázquez und Angel Pérez Gutiérrez waren 1996 wegen Mordes verhaftet worden. Ihre Schuld wurde nie bewiesen, mehrere Gnadengesuche wurden abgelehnt. Im Februar dieses Jahres waren 48 politische Gefangene im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas in den Hungerstreik getreten, um ihre Freilassung zu erreichen. Nachdem diese Maßnahme über Chiapas hinaus Aufsehen erregt hatte, erklärte der Gouverneur Juan Sabines Guerrero schließlich, die Fälle von 360 Gefangenen überprüfen zu wollen. Anfang April wurden schließlich mehr als 140 Häftlinge freigelassen, jedoch nur 31 derjenigen, die gehungert hatten. Vor zwei Wochen erinnerte das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas mit Sitz in San Cristóbal de las Casas den Gouverneur öffentlich an sein Versprechen. Regierungsfunktionäre hätten die Freilassung der noch Inhaftierten »ungerechtfertigt ...

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