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03.06.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Allianz provoziert in Seoul

Beschäftigte in Südkorea wehren sich gegen gewerkschaftsfeindlichen Kurs von Staat und Konzernen. Kämpfe 2008 härter als üblich

Wolfgang Pomrehn
Es war eines dieser Schnäppchen. Im Jahre 1999 lag Südkoreas Wirtschaft am Boden, und so manche unternehmerische Perle war – etwas eingestaubt – zum Schnäppchenpreis zu haben. Die vom Westen heiß empfohlene Liberalisierung der Kapitalmärkte hatte den asiatischen Tigerstaaten eine schwere Krise beschert, und die kontraproduktive Intervention des von Westeuropa und den USA beherrschten Internationalen Währungsfonds IWF hatte noch reichlich Öl ins Feuer gegossen. Die Folge: Die Aktienkurse implodierten und lokale Währungen zerflossen wie Schnee in der Frühlingssonne. Die deutsche Handelskammer in Seoul riet seinerzeit deutschen Unternehmen eindringlich, sich zu bedienen.
Die Allianz-Gruppe, eine der tragenden Säulen der »Deutschland AG«, mußte sich nicht lange bitten ließ. 1999 erwarb sie Che il, den viertgrößten südkoreanischen Lebensversicherer mit 1,3 Millionen Kunden und 2700 Angestellten. 1100 davon setzte der neue Eigner auf die Straße; mit der Rational...

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