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03.06.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

»In Südkorea wirkt eine kollektive Selbsthypnose«

Das Nationale Sicherheitsgesetz resultiert aus Kolonialherrschaft, Militärdiktatur und CIA-Machenschaften. Ein Gespräch mit Song Du-Yul

Thomas Wagner
Song Du-yul ist Professor für Soziologie an der Universität Münster. Er setzt sich für eine Verständigung und Annäherung zwischen Nord- und Südkorea ein.

Im Unterschied zu anderen asiatischen Staaten gibt es in Südkorea keine aktualisierte Sicherheitsgesetzgebung. Woran liegt das?

»Kommunisten« sind für die Südkoreaner ein Begriff, »Islamisten« dagegen nicht. Anders als in Indonesien, den Philippinen, Singapur oder Malaysia hat es deshalb keine gesetzgeberische Aktion in diese Richtung gegeben.

Das Nationale Sicherheitsgesetz (NSG) Südkoreas ist bereits 60 Jahre alt. Womit haben wir es da zu tun?

Das NSG ist ein Amalgam aus Elementen der japanischen Kolonialherrschaft, der militärischen Alltagssozialisation unter der Diktatur und der gegen die Kommunisten gerichteten Methoden der CIA. Laut Verfassung hat einzig und allein Südkorea die staatliche Souveränität über die gesamte koreanische Halbinsel inne. Nordkorea gilt als antistaatliche Organisation. Sc...

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