03.06.2008 / Thema / Seite 10

Teuer aufgetischt

Deutschlands Lebensmitteleinzelhandel wird von fünf Monopolen beherrscht: Den Produzenten drücken sie die Abnahmepreise, den Verbrauchern stellen sie die Waren mit ­saftigem Profitaufschlag in die Supermärkte

Sabine Zimmermann
Die Lebensmittelpreise sind weltweit gestiegen. Jüngst warnten sogar der Internationale Währungsfonds und die Weltbank davor, daß die hohen Lebensmittelpreise zu weiteren Hungeraufständen in den ärmsten Regionen der Welt führen könnten. Zu ersten derartigen Ausschreitungen kam es derweil schon: In Burkina Faso, Kamerun, im Senegal, in der Elfenbeinküste, Ägypten und zuletzt auch in Haiti und Bangladesch protestierten große Teile der Bevölkerung gegen gestiegene Lebensmittelpreise. Erste Opfer sind zu beklagen: Bei den Protesten kamen rund 50 Menschen ums Leben.

Das gängige Erklärungsmuster für diese Entwicklung auf dem Weltmarkt ist die wachsende Nachfrage nach Getreide für die Gewinnung von Biokraftstoffen. Diese Treibstoffe werden in der Regel aus Weizen, Soja, Palmöl oder Raps gewonnen und als Alternative zu fossilen Brennstoffen gesehen. Die Situation entpuppt sich als ein Teufelskreis: Aufgrund der verknappten Erdölvorkommen steigen die Energiepreise,...

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