31.05.2008 / Ausland / Seite 6

Der Niedergang von Imperien

Nach acht Jahren Bush-Präsidentschaft sind die USA in der Welt »weder geliebt noch gefürchtet«

Mumia Abu-Jamal
Zwei Medienberichte aus jüngster Zeit waren sehr erhellend im Hinblick auf die Fragen, die sich um den Niedergang einst mächtiger Imperien ranken. Da wäre zum einen ein Artikel über die Glanzzeit des britischen Imperiums und darüber, wie Großbritannien damals versucht hat, den Widerstand gegen seine Herrschaft in Teilen von Asien zu unterdrücken. Zum anderen ein Bericht über die Reise von US-Präsident George W. Bush, der erst kürzlich den Nahen Osten besucht hat, um sich für niedrigere Ölpreise einzusetzen und für die Politik seiner Regierung zu werben.

Der erste Artikel zeigt, daß Imperien oft lange und mit allen Mitteln verzweifelt darum kämpfen, ihre Machtstellung zu behaupten. Der zweite Artikel macht deutlich, wie schnell Macht und Einfluß den Händen der Protagonisten dieser Herrschaft entgleiten können.

Ein US-Präsident ist anscheinend so etwas wie ein zeitweiliger Monarch über die ganze Welt, jedenfalls ist seine Macht so ungeheuer groß, daß ganze Lä...



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