05.05.2008 / Inland / Seite 4

Kliniken im Kürzungswahn

Bremen: An städtischen Krankenhäusern sollen 1000 Stellen gestrichen werden. Personalkosten angeblich 18 Prozent über Bundesdurchschnitt. Betriebsrat kündigt Widerstand an

Mirko Knoche
Rund 1000 Stellen sollen an den städtischen Kliniken Bremens abgebaut werden. Das teilte Holding-Chef Diethelm Hansen vergangenen Mittwoch auf einer Personalversammlung mit. Bei den Beschäftigten habe die Ankündigung Empörung ausgelöst, berichtete Betriebsrat Peter Erlanson am Wochenende im Gespräch mit jW. Die Personalkosten an den vier kommunalen Krankenhäusern der Hansestadt lägen um 16 bis 18 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, hatte Hansen die Pläne begründet. Um die Kliniken in die schwarzen Zahlen zu bringen, müßten daher 1000 der derzeit 5800 Stellen gestrichen werden, 200 davon noch in diesem Jahr. Hansen zufolge soll es dabei nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommen.

Dies wäre allerdings kein Wunder, meint Erlanson, der am Klinikum Links der Weser tätig ist. Schließlich seien in den letzten Jahren viele Mitarbeiter nur befristet eingestellt worden. Jetzt würden diese Verträge eben auslaufen, ohne verlängert zu werden. Kündigungen seien dami...

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