28.04.2008 / Ausland / Seite 7

Intrige gegen Maoisten

USA wollen laut Zeitungsbericht die Wahlen in Nepal sabotieren. Linke soll ausgebootet werden. Partei Nepali Congress lehnt Abgabe der Führung ab

Hilmar König, Neu-Delhi
Wer geglaubt hatte, der klare Sieg der Maoisten bei den Wahlen zur ersten verfassunggebenden Versammlung in Nepal würde von den etablierten Parteien akzeptiert werden, wird eines Schlechteren belehrt. Vor allem die sozialdemokratisch orientierte Partei »Nepali Congress« (NC) kann die empfindliche Niederlage nur schwer verwinden. Von Washington ermuntert, versucht sie nun, die Maoisten auszubooten.

Maoisten in Führung

Am Freitag vergangener Woche hatte die Wahlkommission das endgültige Abstimmungsergebnis vorgelegt. Die KP Nepals (Maoistisch) errang im Verfassungskonvent demnach 220 Mandate und damit mehr als ein Drittel aller Sitze. Sie ist nun stärkste Einzelpartei in diesem Gremium und hat doppelt so viele Mandate wie der NC mit 110 Abgeordnete. Es folgen die KPN (Vereinte Marxisten und Leninisten) mit 103 und vier kleinere Parteien mit zusammen 85 Sitzen.

Daß angesichts dieser Kräftekonstellation die Maoisten Anspruch auf die Regierungsbildung erheben,...

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