18.04.2008 / Titel / Seite 1

Kirche läßt billigjobben

Jörn Boewe
Die kirchlichen Verbände Diakonie und Caritas wehren sich gegen die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in der Pflegebranche. Ein solcher sei »kein taugliches Mittel«, Armut und Schwarzarbeit wirksam zu bekämpfen, heißt es in einer am Donnerstag verbreiteten gemeinsamen Erklärung des Verbandes diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) und der Arbeitsgemeinschaft caritativer Unternehmen (AcU). Die Beschäftigten von Caritas und Diakonie erhielten »heute schon Vergütungen von mehr als 7,50 Euro je Stunde, so daß sie von einem Mindestlohn gar nicht profitieren würden«.

Vor drei Wochen hatte die Arbeiterwohlfahrt (AWO), unterstützt von der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), beim Bundesarbeitsministerium einen Antrag auf Aufnahme der Pflegebranche ins Arbeitnehmerentsendegesetz gestellt. Arbeitersamariterbund und Deutsches Rotes Kreuz diskutieren derzeit noch, ob sie den Antrag unterstützen sollen. Die AWO hatte einen möglichen Mi...

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