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16.04.2008 / Inland / Seite 5

Marode AKW verzögern Atomausstieg

Betreiber lassen Meiler länger stillstehen, um ihre Betriebsdauer zu strecken

Reimar Paul
Der Atomausstieg komme gut voran, meldete vergangene Woche das Bundesamt für Strahlenschutz. Die Hälfte sei geschafft, die deutschen Atomkraftwerke hätten die ihnen zugestandene Reststrommenge fast halbiert.

Diese Sichtweise kann Jochen Stay nicht teilen. Der Antiatomaktivist aus dem Wendland hat vom sogenannten Atomkonsens, mit dem die vier großen Stromkonzerne und die Bundesregierung von SPD und Bündnis 90/Grüne im Jahr 2000 den Ausstieg aus der Kernkraft vereinbarten, noch nie viel gehalten. Für Stay tritt die Absurdität des Abkommens derzeit wieder offen zutage: eigentlich hätten in dieser Legislaturperiode nämlich vier Atomkraftwerke abgeschaltet werden sollen – Biblis A und B, Brunsbüttel und Neckarwestheim 1. Tatsächlich geht bis zur Bundestagswahl 2009 wahrscheinlich kein einziges Werk vom Netz.

»Das liegt daran, daß die betroffenen AKW so störanfällig sind«, lästert Stay. Der Atomkonsens legt nämlich keine Daten zur Abschaltung der Reaktoren fest,...



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