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16.04.2008 / Feuilleton / Seite 12

Vom Öffnen der Faust

Die Streifzüge Nr. 42

Alexander Reich
Bis vor wenigen Jahren ließ sich die internationale Geldpolitik noch zwischen New York, Frankfurt und Tokio austarieren«, schreibt Ernst Lohoff in der aktuellen Ausgabe der Streifzüge. »Mittlerweile reden auch Moskau und Peking mit. Das erleichtert das weltkapitalistische Kollektivprojekt der Krisenvertagung nicht gerade.« Nettes Understatement. Am Freitag teilte China mit, daß seine Devisenreserven binnen eines Jahres um 40 Prozent gestiegen sind. Auf 1,68 Billionen Dollar. Die deutsche Qualitätsjournaille ist über diese Entwicklung so besorgt, daß sie chinesische Investitionen in US-Staatsanleihen skandalisiert, qua Verrechnung mit den ähnlich horrenden US-Kriegsausgaben – als würde über den US-Haushalt schon in Peking entschieden. Ein Buch zweier Stimmungsmacher von Zeit und Tagesspiegel mit dieser Pointe erscheint demnächst bei KiWi.

Hinweise zum toten Gaul, der z.Z. sonst so gegen China geritten wird (Demokratie, Menschenrechte etc.), finden sich in ...

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