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16.04.2008 / Feuilleton / Seite 12

Brisante Adaptionen

Wie die Klassik lebendig wird: Hinweise zum Berliner Festival »Avatar. Asiens Erzähler«, auch vom Kurator Ilja Trojanow

Thomas Wagner
Den Grundstock der literarischen Traditionen des Westens bilden griechische Mythen und biblische Erzählungen. Welche Epen das kulturelle Selbstverständnis und die sozialen Auseinandersetzungen in den ökonomisch und politisch aufstrebenden asiatischen Gesellschaften bis heute prägen, davon wird das bis Sonntag im Berliner Haus der Kulturen stattfindende Kulturfestival »Avatar. Asiens Erzähler« einen Eindruck vermitteln. Eröffnet wird es heute, 19 Uhr, mit einer Doppellesung. Der südkoreanische Dichter Ko Un war für seinen Widerstand gegen die Diktatur in seiner Heimat mit dem Tod bedroht und unter Hausarrest gestellt worden. Dort begann er seinen epischen Gedichtzyklus »Maninbo«, in den die Erfahrung des Koreakriegs ebenso hineinspielt wie die Adaption koreanischer und chinesischer Erzähltraditionen. Als zweiter liest Yang Lian, dessen Arbeit ihre Kraft aus der Verbindung von altchinesischer Poesie mit der Dichtkunst Ezra Pounds schöpft. Lian lebt seit dem...

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