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15.04.2008 / Feuilleton / Seite 12

Doppeltes Außen

In der Hölle tickt die Uhr: »In Prison my Whole Life«, ein Film zum Fall Mumia Abu-Jamal, läuft in Berlin

Anja Trebbin
Den Begriff Heterotopie hat der französische Philosoph Michel Foucault für die Bezeichnung von Räumen verwendet, die einschließen und ausschließen zugleich. Sie reißen den sozialen Raum, etwa eine Stadt, gleichsam auseinander, bilden blinde Flecken und sind doch in ihm aufgehoben. Es geht um Zonen für das, was wichtig ist für eine Gesellschaft und von ihr verdrängt wird; was als Teil des Lebens von diesem ausgeschlossen bleibt. Das Gefängnis ist eines von vielen Beispielen. Und für die Haftbedingungen Mumia Abu-Jamals reicht das Modell nicht aus. Sein Freund und früherer Kollege Linn Washington beschreibt die Todeszelle als »Gefängnis ganz tief im anderen Gefängnis«. Also eine Heterotopie in der Heterotopie? Jedenfalls ein doppeltes Außen, gestaltet im Film »In Prison my Whole Life«, der auf dem Sundance-Festival lief (siehe jW vom 25. Januar) und am Wochenende beim Filmfestival »britspotting« in Berlin Deutschland-Premiere hatte.

William Francome, seit v...

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